Kann man heute noch Pornostar werden?
Am 30.07.2009 erschienen
Wie wird man eigentlich Pornostar? Eine Frage, auf die nur schwer eine Antwort zu geben ist. Wichtiger wäre fast die Frage. Kann man heute noch Pornostar werden? Ich fürchte eher nein. Die Zeiten einer Gina Wild, Dolly Buster oder gar Theresa Orlowski sind lange vorbei.
Selbst so eine hübsche Darstellerin wie Sandra hat es zwar auf eine ganze Reihe von Filmen gebracht, ein Star ist sie aber nicht geworden.
Auch die blonde und gut betittete Susie habe ich zu meinem Erstaunen später noch in anderen Produktionen gesehen. Aber der Titel Pornostar trifft auch auf sie nicht zu.
Die technische Entwicklung von Kameras und Camcordern hat zudem die Produktionskosten für einen Film auf ein Bruchteil der früher aufzuwendenden Summen gesenkt. Wer heute noch, wie früher durchaus üblich, € 20.000,- in die Produktion eines einziges Filmes von 90 Minuten steckt, geht mit Sicherheit in den Konkurs.
Aber in Unkenntnis der Sachlage, gibt es bis in alle Ewigkeit Girls, die hoffen, Pornostar zu werden. Und die lassen sich dann auch von Möchte-gern-Produzenten casten. Das Casting ist der sogenannte Probe-Fick, der gemacht werden muss, um zu sehen, ob die Darsteller die Erwartungen erfüllen, bevor ein teurer Studio gemietet, Kamera-Teams engagiert werden etc.
Nur werden üblicherweise nur Männer gecastet. Denn deren Standfestigkeit vor einer Kamera steht im Vorweg keinesfalls fest. Bei Frauen ist ein Casting überflüssig. Denn Grund konnte mir die scharfe Rosy ziemlich gut ausformulieren: “Ein Loch kann nicht umfallen!”
Um diese Erkenntnis zu gewinnen, brauchte Belinda wohl etwas länger. Heute weiß sie es aber auch und lässt sich nicht mehr casten.
Eine der schönsten Geschichten erzählt mir ein Pärchen aus Sachsen. Die waren auf eine dubiose Anzeige tatsächlich in eine heruntergekommene Kellerkneipe nach Bayern gefahren. Dort angekommen wurde er, ein verblödeter Bodybuilder, an der Bar abgefüllt, während drei Typen seine bildhübsche und gut gebaute Freundin nacheinander zu Testzwecken im Hinterzimmer durchvögelten. Eine Kamera war dabei weit und breit nicht zu sehen. Den beiden erschien das alles ganz okay.
Nur warten sie bis heute vergeblich auch das Angebot zu einem Porno-Dreh!
Auch Claire ließ sich von einem angeblichen Produzenten zu angeblichen Testzwecken gleich mehrfach poppen. Vorgeblich wollte er wissen, ob sie die Stellungen für den geplanten Pornofilm auch beherrscht. Aber irgendwann hat sich auch ihr erschlossen, dass diese Argumentation nicht so ganz aufrichtig sein kann.
Aber es gibt viele Frauen, die es für eine erfolgreiche Porno-Karriere für unerlässlich halten, mit dem Produzenten zu vögeln. Mir wird deshalb immer das enttäuschte Gesicht von Josefa in Erinnerung bleiben, als ich es ablehnte, sie nach dem Dreh noch ein bisschen zu bumsen.
Shit happens
Euer Tom
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