Kleine Lektion über intimgepiercte Frauen
Am 24.07.2009 erschienen
Die Mode, sich Löcher in irgendwelche Körperteile zu bohren und dann Gegenstände als Schmuck hineinzustecken ist wohl schon so alt wie die Menschheit. Mit Ohren und Nasen fing es an. Und dabei blieb es auch für Jahrtausende.
Erst in der sogenannten Neuzeit, die beginnt bei Historikern übrigens mit der Wiederentdeckung Amerikas durch Columbus im Jahre 1492 (für Besserwisser: Ja, es war nur eine Wiederentdeckung, Wikinger und baskische Seefahrer waren schon weit vorher dort), genügte den Menschen dieser Schmuck nicht mehr. Ein neuer Kick musste her.
So begann man, sich auch an den intimsten Körperstellen Löcher zu bohren und Schmuckstücke hineinzustecken. So schrecklich viel Sinn macht Intimschmuck ja nun nicht. Denn eigentlich ist Schmuck dazu da, dass er von allen gesehen wird und dadurch zum Symbol für den Reichtum oder auch die gesellschaftliche Stellung der Trägerin oder des Trägers wird. Diese Funktion füllt Intimschmuck nun wirklich nicht aus.
Oder kann sich jemand vorstellen, dass sich die blonde Susie mit den mächtigen Brüsten in Doppel-D, also DD, mitten im Supermarkt Jeans und Slip herunterzieht, um die Kassiererin mit ihrem Intimschmuck zu beeindrucken??
Also sind Intimpiercings und damit eben auch Intimschmuck nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Sie sind für das eigene sexuelle Vergnügen und für das sexuelle Vergnügen des jeweiligen Sex-Partners gedacht. Etwas zeigen soll Intimschmuck, wie anderer Schmuck aber auch. Die Botschaft lautet: Seht her, ich trage Intimschmuck. Der Sex mit mir wird für dich also ein erotischer Hochgenuss sein.
Und wenn wir uns dann Sora & Jan anschauen, sehen wir, dass Frauen, die Intimschmuck tragen, im Bett quicklebendig sind.
Intimschmuck-Trägerinnen haben meist auch ein Bauchnabelpiercing. Siehst du also einen Ring am Bauchnabel der Frau, kannst du mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit rechnen, dass sie auch ihre Möse gelocht und geschmückt hat. Eine Garantie ist das aber nicht.
Männer tragen übrigens auch Intimschmuck. Das wohl berühmt-berüchtigste Intimpiercing für den Mann hat den schönen Namen „Prinz Heinrich“! Ein preußischer Prinz gleichen Namens soll es getragen haben, um damit Gemahlin und die standesgemäßen Mätressen bis zum Wahnsinn vögeln zu können. Dabei wird ein kleiner Metallstab, mit Kugel am einen, Gewinde am anderen Ende, quer durch die Eichel getrieben. Wenn der Stab am gegenüberliegenden Ende der Eichel wieder herauskommt, wird auf das Gewinde eine weitere kleine Kugel geschraubt, damit der Metallstab nicht wieder aus dem Penis herausrutschen kann. Bei der Durchbohrung des männlichen Schwellkörpers dürfte das Blut in Strömen fließen. Angeblich sollen die beiden Metallkugeln, die nun rechts und links an der Eichel sitzen, den Frauen beim Geschlechtsverkehr unbekannte Wonnen bereiten. Was tut man nicht alles für die Frauen? Nebeneffekt ist allerdings, dass der so intimgeschmückte Herr jetzt dreistrahlig pisst. Denn neben der von der Natur vorgesehenen Öffnung vorne, gibt es ja nun zwei weitere rechts und links. Solltest du jemals in einer öffentlichen Toilette neben einem Mann stehen, der gleichzeitig ins Urinal sowie dir und auch seinem Nebenmann zur anderen Seite auf die Schuhe pisst, kannst du davon ausgehen, dass dieser seltsame Vogel einen „Prinz Heinrich“ trägt.
Nun aber zurück zu den Frauen.
Viele Frauen, die Intimschmuck an der Vagina tragen, haben auch gepiercte Brustwarzen. Das gilt manchmal auch für so blutjunge Dinger wie Steffie.
Beim setzen eines Intimpiercings sind hygienische Vorsichtsmaßnamen oberstes Gebot. Bei Verschmutzungen der Wunde kann es schnell zu üblen Entzündungen kommen.
Dennoch sind Intim- oder auch Brustwarzenpiercings nicht entfernt so gefährlich wie Piercings im Mund- oder Gesichtsbereich. Ein Intimpiercer, Besitzer eines Zulieferer-Betriebs für ein weltbekanntes süddeutsches Autowerk, sagte mir einmal, dass er Votzen und Titten nach Lust und Laune verziere, niemals jedoch das Gesicht. Gerade durch die Augenbrauen, die sich manche Frauen so gerne piercen lassen, laufen jede Menge Nervenstränge. Trifft man einen davon, kann eine irreparable halbseitige Gesichtslähmung die Folge sein. Halbseitig gelähmte Scheiden oder gar vollständig gelähmte Brüste in Folge durchstochener Brustwarzen oder Schamlippen sind in der Medizin bislang jedoch unbekannt.
Der härteste Fall von Intimpiercing ist mir in meiner langjährigen Laufbahn als Porno-Produzent übrigens bei einer Beamtin aus Stuttgart begegnet, die sich aus verständlichen Gründen hier auf dieser Site nicht sehen möchte. Ich traf sie in einem Pärchen-Club und sie trug einen Ring in der Klitoris und in der rechten und in der linken äußeren Schamlippe je vier weitere Ringe. Also eine neunfach gelochte Möse.
Womit nachgewiesen wäre, dass auch Intimschmuck eine Signal-Funktion hat. Nur eben eine etwas andere als der sogenannte normale Schmuck.
Euer Tom
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